Was ist Schwedischer Snus und Schwedischer Chew – und wie benutzt man beide?

Schwedischer Snus – und auch Chew, das Pendant für den europäischen Markt - ist feuchter rauchfreier Tabak zum oralen Gebrauch. Du platzierst Snus und Chew unter Deiner Oberlippe.

Dabei hast Du die Wahl zwischen Snus in Portionen, also kleinen Beutelchen oder losen Tabak, den losen Snus/Chew.

Bei losen Chew bestimmst Du selbst, wie gross und damit zu einem gewissen Grad auch wie stark, Deine Portion sein soll. Du entnimmst aus der Dose die gewünschte Menge Tabak, formst aus dem Tabak kleine Portionen, eine flache, längliche sogenannte Prilla. Diese platzierst Du dann ebenfalls unter Deiner Oberlippe.

Egal ob nun in Portionen oder lose, Snus wird nicht gekaut oder es wird auch nicht ausgespuckt wie man es vom Kautabak in alten Wester kennt.

Chew, genauso wie Snus, gibt es in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen und unterschiedlichen Stärken. Schwedischer Snus wird aus ausgewählten Tabaken, Wasser, Salz und Aromen hergestellt, nach Rezepten, die bis in das 19. Jahrhundert zurückgehen. Schwedischer Snus wird pasteurisiert, also wärmebehandelt, wie es die schwedischen Lebensmittelstandards vorschreiben.

Anwendung

Snus und Chew wird nicht gekaut. Die Portion wird unter der Oberlippe platziert und dort wird das Aroma und das Nikotin langsam frei gegeben. Du schluckst den Speichel wie immer. Es ist nicht nötig auszuspucken, wie es bei Kautabak nötig ist und wie Du es in alten Cowboyfilmen sehen kannst. Nach Ausgebrauch gibst Du die Portion diskret in den Deckel der Snusdose, bis Du sie im Hausmüll entsorgst.

Chew und Snus

Wie unterscheiden sich nun Chew und Snus? Nicht wirklich viel. Snushersteller machen auch Chew für den Europäischen Markt, in den selben Produktionsstätten, aus den selben Rohstoffen, mit den selben Rezepten. Der einzige Unterschied liegt darin, dass bei der Herstellung von Chew die Tabakblätter geschnitten und nicht, wie bei Snus, gemahlen werden. Dadurch ist die Tabakmischung bei Chew etwas gröber.

Warum gibt es in der EU nur Chew und keinen Snus? Das liegt an der Europäischen Gesetzgebung, die den Export von Snus in die EU verbietet. Durch die unterschiedliche Verarbeitung ist Chew jedoch legal und deshalb kannst Du Deinen rauchfreien Tabak hier bei Snus.de ohne Probleme bestellen.

Snus – ein einzigartiges Produkt

Die Anfänge des Snus liegen im Dunkeln. Aber wohl zu Anfang des 19. Jahrhunderts begannen Schweden Tabak mit Wasser, Salz und Aromen zu mischen, wie z.B. Wein oder Gewürzen. Das Endprodukt wurde nicht gekaut oder geschnupft, sondern vielmehr in eine Portion oder Prilla geformt und unter die Oberlippe gesteckt.

Eine Theorie zur Entstehung von Snus basiert auf der Qualität des Tabaks, welcher vor 200 Jahren in Schweden angebaut wurde, kombiniert mit dem Wunsch von Tabakkonsumenten nach einem erschwinglichen Produkt. Arbeiter und Bauern schätzten Kautabak, denn er war günstig und auch hatte man die Hände frei bei der Arbeit. Jedoch neigte der schwedische Tabak dazu zu krümeln, wenn man ihn zu Kautabak verarbeitete. Eine einfache Lösung für dieses Problem war, den Tabak zu Pulver zu zermahlen, ihn mit Wasser zu vermischen, für eine einfacherer Handhabung, und schließlich noch Salz hinzuzugeben, für die Haltbarkeit und Aromen für den Geschmack. Der Snus war geboren. Im Grunde hat sich Snus seither wenig geändert, die ursprünglichen Zutaten sind immer noch die gleichen: Tabak, Wasser und Salz. Aber das Herstellungsverfahren ist mittlerweile viel ausgefeilter geworden. Zudem scheuen die Snushersteller keine Kosten, um den besten Tabak für ihren Snus und Chew zu finden und zu verwenden.

Die Revolution der tabakfreien Nicopouches

Es ist noch gar nicht so lange her, da hat ein neues Produkt den doch recht traditionellen und etwas behäbigen Snus- und Chewmarkt belebt und auch die Karten neu gemischt. Die tabakfreien Nicopouches wurden erfunden! Das revolutionäre und innovative an den Nicotine Bags ist, dass sie statt Tabak eine Füllung aus Pflanzenfasern besitzen. Die Zusammensetzung des Zellulosepulvers unterscheidet sich zwischen den verschiedenen Herstellern und jedes Unternehmen hält natürlich die Rezeptur geheim. Sie verwenden beispielsweise Pflanzenfasern von nordischen Nadelbäumen oder auch Eukalyptus. Das weiße, trockene Pulver lässt sich gut und intensiv aromatisieren. Und ohne den dominanten Tabakgeschmack, den traditioneller schwedischer Snus mit sich bringt, din die Möglichkeiten an verschiedenen Aromen schier unendlich. Die Stärke der Nicopouches lässt sich ebenfalls gut variieren, durch natürliches Nikotin, das aus Tabak gewonnen wird.

Snus – damals und heute

Beinahe 200 Jahre war Snus nicht besonders populär in der Mittel- und Oberschicht. Ein Gentleman rauchte nach wie vor seinen Tabak. Dann, gegen Ende der 60’er Jahre, aufgrund eines steigenden Bewusstseins für die Gefahren des Rauchens, wurde Snus immer mehr zu einer akzeptablen Alternative. Erst Anfang der 90’er Jahre war es soweit, daß Snus allgemein akzeptiert und geschätzt wurde. Mittlerweile ist Snus verbreiteter als Zigaretten in Schweden, die fast komplett aus dem öffentlichen Leben verschwunden sind.

Mittlerweile finden sich Snus-Dosen nicht mehr nur in Brusttaschen von Arbeitskleidung, sondern auch in Innentaschen von Anzügen, in den Handtaschen von Frauen im Abendkleid, in der Jeans und in vielen Sporttaschen. Snus, Chew und Nicotinpouches haben ihren festen Platz im Alltag; ein diskreter Genuss für viele Anlässe.